Tipps vom Fachmann

Wie das Fundament, so ist auch die Finanzierung eine wichtige Basis für das eigene Heim. Und dabei sollte in jeder Hinsicht auf Sicherheit geachtet werden, damit das eigene Heim oder dessen Finanzierung nicht irgendwann wie ein Kartenhaus zusammenfällt. Derzeit bieten sich viele gute Gründe, den Traum von den eigenen vier Wänden zu verwirklichen. Extrem niedrige Zinsen sind dabei ein Faktor, die Sicherheit des „Betongoldes“ ein anderer. Die angesichts der hohen Immobiliennachfrage derzeit erhöhten Preise insbesondere im Oberzentrum Münster und die seit heute auf fünf Prozent angehobene Grunderwerbssteuer in NRW sollten Bau- und Kaufinteressenten indes nicht abschrecken. Denn eine weiterhin zu erwartende Wertsteigerung und die Inflation dürften auch in zehn Jahren noch höhere Erträge auch für Investoren erwarten lassen. Grundvoraussetzung dafür aber ist eine solide Finanzierung des „Betongoldes“. Von der bisweilen gewählten Praxis angesichts der historisch niedrigen Zinsen eine kurze Laufzeit und nur geringe Tilgung zu wählen, kann ich nur abraten. Vielmehr lässt sich auf dem Weg in die eigenen vier Wände das niedrige Zinsniveau gut nutzen, das Risiko zu minimieren – durch eine höhere Tilgung. So sollten für die solide Immobilienfinanzierung als Faustformel rund sechs Prozent der Darlehenssumme für Zinsen und Tilgung eingerechnet werden. Das würde bei aktuell etwa 3,25 % bei einer zehnjährigen Zinsbindung noch Raum für eine 2,5-prozentige Tilgung lassen. Ein Betrag, mit dem innerhalb der Bindungsfrist knapp ein Drittel des Darlehens bereits abgezahlt wäre. Und damit auch das Zinsrisiko in der Zukunft minimiert ist. Ein wichtiger Faktor für Häuslebauer und auch Kleininvestoren, die sich die aktuellen, günstigen Konditionen auf jeden Fall zumindest für zehn Jahre, wenn nicht gar länger sichern sollten, um so die eigene Immobilie auch mit einem sicheren finanziellen Fundament genießen zu können.

Ihr Bernard Homann

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